Optice
Wissenschaftliches Projekt
OPTICE ist ein multidisziplinäres Projekt, das die Kryosphäre in den Alpen und in den Polarregionen analysieren und überwachen soll. Die Feldarbeiten werden seit mehreren Jahren auf der italienischen Seite der Alpen und auf Spitzbergen durchgeführt. Hier werden Schneedeckenstratigraphien erstellt, Mineralstaubproben aus dem Schnee entnommen und Eisbohrkerne entnommen. Die Proben werden dann in den EuroCold Lab-Laboratorien der Universität Milano-Bicocca analysiert. Mit der von Prof. Marco Potenza im Optiklabor der Staatlichen Universität Mailand entwickelten Methode Single Particle Extinction and Scattering (SPES) werden die optischen Eigenschaften von natürlichen und anthropogenen Partikeln in Schnee und Eis charakterisiert. Das Verständnis dieser Komponenten ist von grundlegender Bedeutung für die Lawinenvorhersage, die Untersuchung des Klimawandels und die Schätzung der Schneebedeckung und Wasserverfügbarkeit. Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, die Öffentlichkeit und Bergwanderer für den Wert und die Empfindlichkeit der Kryosphäre zu sensibilisieren, bevor Eis und Schnee in den Alpen nur noch eine Erinnerung sind.
OPTICE wurde von Claudio Artoni, Lawinenforscher, Lawinenlehrer und PTGA-Polarguide, Marco Potenza, Professor für Optik und Direktor des Wissenschaftszentrums CIMAINA, Barbara Delmonte, Professorin für Glaziologie und Klimawandel, und Valter Maggi, Professor für Physische Geographie und Präsident der Fondazione Comitato Glaciologico Italiano, ins Leben gerufen. Sie sind sich einig, dass ein multidisziplinärer Ansatz unerlässlich ist, um die Geheimnisse von Schnee und Eis zu lüften.