AKU und Rifugi d’Italia setzen sich gemeinsam dafür ein, das Bewusstsein für den Wert des Wassers in den Bergen und für die enge Verbindung zwischen Berghütten und lokalen Gemeinschaften zu stärken.
Wer eine Berghütte bewirtschaftet, weiß, was es bedeutet, auf Wasser angewiesen zu sein. Man kennt seinen Ursprung, beobachtet seine Verfügbarkeit und lernt, sorgsam damit umzugehen. Dieses Wissen entsteht aus unmittelbarer Erfahrung und wächst mit der Zeit.
Aus diesem Bewusstsein heraus ist die Zusammenarbeit zwischen AKU und Rifugi d’Italia entstanden: Gemeinsam möchten sie auf eine lebenswichtige Ressource in den Bergen – und darüber hinaus – aufmerksam machen, und zwar durch die Geschichten der Menschen, die tagtäglich mit ihr umgehen. Gleichzeitig rückt das Projekt Berghütten als Orte in den Mittelpunkt, die tief in ihrer Umgebung und den lokalen Gemeinschaften verwurzelt sind: echte Orte der Begegnung, der Fürsorge und des Miteinanders.
Über Rifugi d’Italia
Rifugi d’Italia ist eine Initiative, die sich den Berghütten und den italienischen Bergregionen widmet. Ihr Ziel ist es, eine Bergkultur zu fördern, die von Entschleunigung, Respekt und Verantwortung geprägt ist. Dabei stehen Berghütten als Orte der Begegnung und des Kennenlernens der Region im Mittelpunkt.
Dieser Ansatz steht dem Weg des verantwortungsvollen Handelns nahe, den AKU seit Jahren gegenüber Umwelt und Region verfolgt. Ein Engagement, das aus konkreten Maßnahmen und der Zusammenarbeit mit Menschen und Organisationen besteht, die dieselbe Vision teilen.
Im Nationalpark Dolomiti Bellunesi
Aus dieser Begegnung entstand ein Video, das zwei der vielen Berghütten im Netzwerk von Rifugi d’Italia vorstellt. Zwei Beispiele dafür, wie die Wasserversorgung jeden Tag aufs Neue zur Herausforderung wird.
Das Rifugio Dal Piaz liegt in den Vette Feltrine in der Nähe der Busa delle Vette. Die Hütte entstand auf Initiative der CAI-Sektion Feltre und liegt an der Alta Via 2 der Dolomiten. Seit Jahrzehnten ist sie ein wichtiger Bezugspunkt für alle, die in diesem Gebiet unterwegs sind oder es durchqueren. Der Karstboden sorgt hier dafür, dass das Wasser schnell in tiefere Gesteinsschichten versickert und sich an der Oberfläche nur schwer speichern lässt. Im Laufe der Zeit sind die verfügbaren Wasserquellen immer knapper geworden. Die Hüttenwirte teilen das Wasser je nach Verwendungszweck ein und überwachen die Vorräte Tag für Tag. Gleichzeitig vermitteln sie ihren Gästen, wie wichtig ein Gut ist, das keineswegs unbegrenzt zur Verfügung steht.
Das Rifugio Settimo Alpini liegt am Fuße der Schiara zwischen zwei Armen des Flusses Ardo. Die 1951 eröffnete Hütte ist einer der wichtigsten alpinen Stützpunkte der Schiara-Gruppe und ein bedeutender Ausgangs- und Orientierungspunkt für alle, die auf den Wanderwegen, Klettersteigen und Kletterrouten in diesem Teil der Dolomiti Bellunesi unterwegs sind.
Der Weg zur Hütte folgt dem Lauf des Wassers: Hier ist es sichtbar und prägt die Landschaft. Doch auch dort, wo Wasser allgegenwärtig scheint, bleibt es eine Ressource, mit der bewusst und sparsam umgegangen werden muss. Deshalb gibt es eine warme Dusche nur, „solange genug Wasser da ist“.
Die Hüttenwirte empfangen Wanderer und Bergsteiger, die zu den Klettersteigen und Felswänden unterwegs sind, schätzen die Erfahrung und Vorbereitung der Gäste ein, geben Empfehlungen und halten Kontakt zu den anderen Hütten der Region. Ihre Aufgabe geht damit weit über die reine Beherbergung hinaus und macht die Hütte zu einem Teil eines Netzwerks aus Region, Beziehungen und gemeinsamer Verantwortung.
Das Engagement von AKU
Für AKU bedeutet die Zusammenarbeit mit Rifugi d’Italia, das Bewusstsein für die Bedeutung des Wassers genau dorthin zu bringen, wo Outdoor-Erlebnisse entstehen. Gleichzeitig geht es darum, den Wert der Berghütten als Hüter der Bergkultur und als Verbindungspunkte zwischen Menschen, Region und Gemeinschaften sichtbar zu machen.
Diese Initiative ergänzt Gocce di Montagna, ein Projekt, das in den Dolomiten gemeinsam mit den Bergführern Aquile di San Martino di Castrozza entwickelt wurde.
Zwei Initiativen mit einer gemeinsamen Ausrichtung: die Berge so zu zeigen, wie sie wirklich sind – als einen Lebensraum, in dem jede Ressource zählt. Eine Lektion, die in der Höhe beginnt und uns auch dann begleiten kann, wenn wir ins Tal zurückkehren.
Das vollständige Video gibt es auf unserem YouTube-Kanal.