Text und Bilder von Reiner Taglinger
Fünf Frauen. Ein Ziel. Eine Geschichte
Oft sind es nicht die großen Entscheidungen, die uns prägen, sondern die leisen Anfänge.
Ein Gedanke. Eine Idee. Ein „Warum eigentlich nicht?“
Für den staatl. gepr. Berg- und Skiführer IFMGA und Fotograf Reiner Taglinger war es ursprünglich eine ganz andere Reise: eine Foto-Reise nach Nepal „Walk for pictures“, sorgfältig vorbereitet, erkundet und dokumentiert in 2025. Menschen begleiten in einer einzigartigen Gebirgswelt. Nur die Kamera, die Berge und der Moment.
Doch dann kam alles anders.
Es war seine Tochter Madeleine, die alles veränderte.
Nepal – das klang nach Abenteuer. Nach etwas Echtem. Und plötzlich waren da noch andere: Freundinnen, neugierig, offen, aber ohne alpine Erfahrung.
Fünf Frauen.
Keine Bergsteigerinnen.
Keine Trekking-Vergangenheit.
Und doch mit einer gemeinsamen Sehnsucht: raus aus dem Alltag, hinein in etwas, das bleibt.
„From Zero to Hero“ war geboren
Es war eine ehrliche Beschreibung des Ausgangspunkts.
Kathmandu: Zwischen Chaos und Magie
Kathmandu ist kein Ort, der sich vorsichtig vorstellt.
Die Stadt trifft dich sofort – laut, dicht, widersprüchlich.
Zwischen Tempeln, Räucherstäbchen und hupenden Mopeds entsteht ein Gefühl, das man nicht erklären kann.
Man liebt es – oder man will sofort wieder weg.
Es sind nicht nur die Eindrücke, sondern vor allem die Menschen: ihre Offenheit, ihre Gelassenheit, ihre Freundlichkeit. Ein Kontrast zur eigenen Welt, der nachhallt.
Und doch war Kathmandu nur der Anfang.
Der Weg beginnt dort, wo Komfort endet
Kathmandu ist der letzte vertraute Punkt, bevor alles anders wird. Acht Stunden Fahrt. Staubige Straßen. Kurven, die sich durch die Hügel ziehen. Straßen, die sich wie lose Linien durch die Landschaft ziehen. Staub, Schlaglöcher, enge Kurven. Immer wieder Blicke in Täler, die sich tief unter einem öffnen.
Dann: Mele Gompa – ein kleines Kloster, eingebettet in die Stille der Berge.
Der Ausgangspunkt für alles, was folgt. Hier beginnt das Trekking.
Und mit ihm die Reduktion. Kein fließend warmes Wasser.
Keine Heizung.
Keine Selbstverständlichkeiten. Nur das Nötigste – und das, was man wirklich braucht. Die Gruppe – fünf Frauen ohne Bergerfahrung – sitzt zwischen Neugier und Respekt. Zwischen Vorfreude und einem leisen Zweifel. Mit jedem Kilometer entfernt sich das Bekannte. Und genau hier beginnt die Reise.